April 2014 Druck und Werte Campus: Printeinkauf, gewusst wie! Einfach mal was drucken? Von wegen! www.druckundwerte-campus.de. Die überdruckereiliche Medienproduktion Druck und Werte aus Leipzig initiiert mit „Druck und Werte Campus“ ein Weiterbildungsprogramm rund um Printprozesse und Printeinkauf. Auch als „Roadshow“ ganz in Ihrer Nähe. weiter

Die überdruckereiliche Medienproduktion Druck und Werte aus Leipzig initiiert mit „Druck und Werte Campus“ ein Weiterbildungsprogramm rund um Printprozesse und Printeinkauf. Auch als „Roadshow“ ganz in Ihrer Nähe.

 

Einfach mal was drucken? Von wegen! Gerade der Printmarkt ist im rasanten Wandel begriffen. Im Zuge von Optimierungen und Preisreduzierungen werden auch vom Auftraggeber immer mehr Leistungen und Kenntnisse verlangt, die mit dem eigentlichen Fachgebiet kaum etwas zu tun haben. Die Druckvorstufe ist zunehmend weniger die Aufgabe von teuren Spezialisten, sondern obliegt dem Projektmanager selbst.

 

Die Optionen scheinen schier unendlich, die Fehlerquellen auch: die Eigenheiten von Papierarten, das nötige Wissen um Farbräume, Farbmanagement und Sonderfarben, PDF-Spezifikationen, Print-Controlling per Proof, die Möglichkeiten von Falzen und Binden, die Technologien des Drucks im klassischen Offset oder im Digitaldruck, die Wahl der passenden Druckpartner – wer ein gutes, anspruchsvolles Produkt haben möchte, benötigt umfangreiches Basiswissen. Dafür gibt es jetzt Druck und Werte Campus.

 

Druck_und_Werte___Campus___Logo.jpg

 

Druck und Werte Campus vermittelt alle Grundlagen, die für die Herstellung von Printprodukten und den Einkauf aus Sicht eines Auftraggebers relevant sind und versetzt sie in die Lage, alle Prozesse von der Planung bis zur Anlieferung in Sachen Qualität und Effektivität sachgerecht begleiten und kontrollieren zu können. Anders formuliert: Druck und Werte Campus bringt Druckauftraggeber auf Augenhöhe mit Druckereien und Printbuyern. Das vermeidet Fehler, spart Kosten und erleichtert Arbeitsprozesse spürbar. So amortisieren sich die Kosten für die Weiterbildung schnell.

 

Auf der Basis langjähriger Erfahrung der Druck und Werte-Praxisexperten und mit genau abgestimmten Ganztags-Workshops für Einsteiger, Fortgeschrittene oder auch ganz individuell vermittelt Druck und Werte Campus das nötige Know-how, mit dem Produktionsabteilungen oder Dienstleister effektiver und qualitativ hochwertiger arbeiten können. Um darüber hinaus das Zeitbudget ihrer Teilnehmer zu entlasten, kommt die Druck und Werte Campus Roadshow auch „auf Tour“.

 

Erste Druck und Werte Campus-Workshops für jeweils ca. 15 Teilnehmer finden im Mai statt. Geplant sind Termine in Berlin, München, Hamburg, Düsseldorf, Dresden und Leipzig.

 

Alle Informationen zu Druck und Werte Campus und zur Druck und Werte Campus Roadshow gibt es auf www.druckundwerte-campus.de.

Mai 2014 Printbuying: You never walk alone! Kolumne zum Thema: "Printeinkauf" von Denis Schmidt, Geschäftsführer von Druck und Werte Gnadenloses Pressing und schönes Spiel vertragen sich nicht. Nur mit Fairness ist die Druck-Liga auf lange Zeit für alle attraktiv. Das ist die Aufgabe, vor der wir täglich stehen. weiter

 

bfe519fc40.png

 

 

Gnadenloses Pressing und schönes Spiel vertragen sich nicht. Nur mit Fairness ist die Druck-Liga auf lange Zeit für alle attraktiv. Das ist die Aufgabe, vor der wir täglich stehen.

 

Derzeit regt sich viel Unmut über das Geschäftsgebaren von Printbuyern, denen gern eine Tabula-Rasa-Mentalität unterstellt wird. Ist das nur ein Imageproblem? Nein! Etliche Beispiele belegen, dass im Printbuying derzeit das „schwarze Schaf“ nicht nur die seltene Ausnahme ist. Gerade im Segment der durchindustrialisierten Großauftrags-Vergaben hat sich eine Unkultur der gewissenlosen Preisdrückerei ohne Rücksicht auf Verluste viel zu breit gemacht. Fast könnte man sagen: Da ist vielleicht viel Ahnung von BWL im Spiel – aber keine vom Drucken. 

 

Nur: Man kann daraus eben doch nicht auf eine ganze Branche schließen und deren Sinn in Frage stellen. Es gibt natürlich den viel gerühmten „ehrlichen Kaufmann“ – er ist gerade im Printgeschäft wichtiger als je zuvor. Denn es stimmt ja auch, dass sich die Bedingungen für alle Beteiligten enorm verkompliziert haben; das liegt an offenen Wirtschaftsräumen, an neuen Technologien, an grundsätzlich veränderten Rahmenbedingungen. Verbessert haben sich allerdings auch die Chancen: Mit dem immer besser möglichen Ermitteln des passenden Angebots für ein gutes Produkt, und zwar zu einem fair kalkulierten Preis. Wichtig ist das Gleichgewicht zwischen diesen Faktoren. Darauf müssen wir achten. Und das lohnt sich am Ende für alle. 

 

Knackpunkt Fairness: Ohne echten partnerschaftlichen Umgang, nur mit dem Blick auf kurzfristige Einsparungen oder auf unter allen Bedingungen erhöhte Druckvolumina ist nicht nur das langfristige Bestehen einer gerade wegen ihrer Vielfalt leistungsfähigen Branche gefährdet. Das Preispressing hat jetzt schon ganz reale Auswirkungen auf ganz reale Auftragsabwicklungen. Im Moment scheint die Entwicklung vielleicht fatal. Aber sie ist nicht unumkehrbar. Deshalb kommt es darauf an, dass sich das Bewusstsein über die Nachhaltigkeit von Auftrag und Angebot durchsetzt. Printbuying sollte das Scharnier sein, an dem sich beides trifft und austarieren lässt. Das ist eine große Verantwortung der Printbuyer für die Zukunft der ganzen Branche. Aber auch eine Chance für verantwortungsvolles Unternehmertum. Denn langfristig wird sich Qualität durchsetzen. Der faire Ausgleich der Interessen ist dafür unabdingbar. 

 

Dazu gehört, dass man die Leistung der Printbuyer versteht und entsprechend nutzt: Sie sind es, die das Know-how der Drucker vermitteln müssen. Sie bringen die immer spezielleren Anforderungen des Kunden mit den Fähigkeiten, Spezialisierungen und Kapazitäten von Druckereien in Übereinstimmung. Sie unterstützen beide Seiten mit kompetenter Auftragsaufbereitung. Sie sorgen dafür, dass es zwischen Auftraggeber und -nehmer keine Kenntnislücken über Kalkulationsprozesse und alle dazu nötigen Parameter gibt. Der Printbuyer ist – jetzt erlaube ich mir ein Fußball-Gleichnis – der „Sechser“ im Mittelfeld, der den Ball im Spielaufbau von hinten abholt und nach vorn möglichst passgenau dorthin weitergibt, wo er am besten „verwertet“ werden kann. 

 

Das Beispiel Fußball habe ich nicht ganz aus der Luft gegriffen. Wie wir bei Druck und WertePrintbuying sehen, möchte ich nämlich mal konkret machen. Als Printpartner des rasant aufstrebenden Fußballclubs RB Leipzig standen wir mit dem letztjährigen Aufstieg in die Dritte Liga vor einer schwierigen Aufgabe: Es sollte mit allen Drucksachen ein generell wertigerer Eindruck vermittelt werden. Und das, wegen der jetzt bis zu 25.000 Zuschauer pro Heimspiel, in generell erhöhter Auflage sowie, bedingt durch aktuelle Spielinfos, unter extremem Zeitdruck. Nicht alle ursprünglichen Wünsche des Clubs waren unter diesen Rahmenbedingungen objektiv umsetzbar. Trotzdem ist ein guter Kompromiss gelungen, weil wir dem Auftraggeber nicht nur die Probleme unserer Produktionspartner erklären, sondern ihm auch Alternativen aufzeigen konnten – bis hin zu einem einfach anders herum angelegten Falz im wichtigen Heimspiel-Flugblatt. Reine Preisoptimierung nützte hier niemandem etwas, echte Zusammenarbeit sehr viel. Zur Zufriedenheit und zum Nutzen aller Beteiligten. Und im Sinne der Fans. Dazu passt dann auch ein wunderschöner Fußballsong-Klassiker: „You never walk alone“. 

 

DS

Juni 2014 BERATUNG IST NICHT VERHANDELBAR! Kolumne "Printeinkauf" // Sputnika.de // Beitrag von Denis Schmidt, Geschäftsführer von Druck und Werte Online-Druckereien sind die neuen Branchen-Primusse. Man kann zweifellos viel von ihnen lernen – aber darf nicht alles nachmachen
weiter

 

Man kommt nicht dran vorbei, auch, wenn man mit dem Printgeschäft rein gar nichts zu tun hat. Bei einer beliebigen deutschen Fußball-Übertragung läuft sie einem garantiert über die Bande: Werbung für Online-Druckereien. Ungefähr eine Milliarde Euro setzen die zehn größten Online-Druckereien um. Sie sind die neue Marktmacht, bei der es sich lohnt, etwas genauer hinzuschauen, obwohl ihre Zielgruppe – anders als bei uns – vor allem Endkonsumenten sind.


Die profitieren nicht nur von immer noch weiter fallenden Druckpreisen. Webshop-Systeme versetzen sie bei minimalen Kenntnissen über Druckprozesse in die Lage, Aufträge in hohem Maße eigenständig auszulösen. Das generiert zweifelsfrei neue Druckvolumina. Nicht jedoch einen größeren Gesamtumsatz. Die Rechnung ist dabei so einfach, wie das Drucken aus dem Webshop: Mit demselben Etat, mit dem man früher vielleicht bei seiner lokalen Druckerei für ein paar Visitenkarten, Flyer oder Plakate vorstellig wurde, kann man sich jetzt höhere Auflagen oder eine größere Vielfalt leisten.


Wer sich diesen veränderten Kundenbedürfnissen und dem rasanten technologischen Wandel nicht stellt, gerät schnell ins Abseits. So verschwanden im letzten Jahrzehnt 3.000 Druckunternehmen vom Markt. Verschärft wird die Lage dadurch, dass der Umsatz im Druckmarkt insgesamt weiter zurückgeht. Der Konkurrenzkampf wird härter. Das vergleichsweise aggressive Marketing der Branchenriesen beweist das und verstärkt diesen Trend noch.


Die Wachstumsbereiche im Druckmarkt liegen woanders: Vor allem der Digitaldruck legt stark zu. Dieser Trend zu immer individuelleren, kleineren Auflagen passt zum Zuwachs-Spitzenreiter LFP, dem „Large Format Printing“. Ob Trockenbau-Elemente und Materialien für den Messebau, Stoffe für die Textilindustrie oder gar ganze Film- und Theaterkulissen, bedruckt werden kann inzwischen nahezu jedes Material in vormals undenkbaren Größen. Der Bedarf dafür – das beweisen die Umsatzzahlen – steigt rasant. Allerdings auch die Anforderungen an die Umsetzung. Das ist der Gegentrend zum Immer-billiger-immer-einfacher des Consumer-Marktes. Hier wird umfassendes Know-how gebraucht und ein guter Überblick über die Leistungsfähigkeit und das Profil von Druckereien. Das muss das Kerngeschäft von uns Printbuyern sein.


Gerade deshalb können wir von den Online-Druckereien lernen: die Vereinfachung von Prozessen gegenüber dem Kunden, die Standardisierung von Abläufen und Produkten, die optimale Auslastung von Druckkapazitäten, zum Beispiel durch Sammeldruck – all das sind Themen, die für uns wichtig sind. Nur, dass wir dabei selbstverständlich ohne die Limitierung des verfügbaren Angebots auskommen. Unter deutlich höheren Anforderungen an Termintreue, Qualität und Verteilungslogistik. Schon deshalb sind wir breiter aufgestellt, als es sich Online-Druckereien leisten können. Außerdem ist es für uns besonders wichtig, nicht bedingungslos auf die reine Steigerung der Effektivität zu setzen.


Die von Druck & Werte entwickelte Software-as-a-service-Lösung ZMÜK, zum Beispiel, bietet unseren Kunden die Option weitgehend selbständiger Auftragsabwicklung – ähnlich den Webshop-Systemen der Online-Druckereien, allerdings viel umfassender und auf Bedürfnisse im professionellen Bereich abgestimmt. Die Erfahrung lehrt uns jedoch, dass ein Großteil der Kunden immer noch lieber zum Telefonhörer greift, sogar wenn die Online-Abwicklung mit ihrer gespeicherten Produkthistorie als effizienter gelten kann. Umfassende Beratung durch ein kompetentes Team mit festen Ansprechpartnern ist also für uns immer noch das A und O. Sie ist für uns nicht verhandelbar.

 

http://www.sputnika.de/leipzig/magazin/details/article/beratung-ist-nicht-verhandelbar/

 

Juni 2014 GUTE IDEEN: TRIAL – UND MÖGLICHST WENIG ERROR. Kolumne "Printeinkauf" // Sputnika.de // Beitrag von Denis Schmidt, Geschäftsführer von Druck und Werte Innovation gibt es nicht nur in der ganz großen Printtechnologie. Auch im Kleinen lässt sich noch viel gestalten. Aber am Wichtigsten sind immer noch: gute Ideen
weiter

Innovation gibt es nicht nur in der ganz großen Printtechnologie. Auch im Kleinen lässt sich noch viel gestalten. Aber am Wichtigsten sind immer noch: gute Ideen

 

Wer dachte, Drucken sei technologisch prinzipiell „ausentwickelt“, so wie elektrische Rasierer oder Kühlschränke, liegt falsch. Auch nachdem sich der Digitaldruck breit durchgesetzt hat, tut sich noch etliches, was die Printwelt vielleicht noch einmal komplett umkrempelt. Nanographic Printing könnte so ein Verfahren sein, vor zwei Jahren vom Digitaldruck-Pionier Benny Landaerstmals präsentiert. Das soll – so die Verheißung seines Erfinders – die Vorteile des Offset- mit der Variabilität des Digitaldruck verbinden. Zu enorm günstigen Kosten und obendrein mit ausnehmend grüner Umweltbilanz. Allerdings verschiebt sich der Markstart unter Realbedingungen seitdem von Quartal zu Quartal, Ende 2014 sollen die ersten Maschinen nun lieferbar sein, ein vollmundig angekündigter Innovationssprung mit Startschwierigkeiten. Eine spannende Entwicklung für alle im Printgeschäft ist das zweifellos trotzdem – aber es muss ja nicht immer gleich ein neues, als revolutionär angepriesenes Druckverfahren sein. 

 

„Wer eine Idee hat, dem reicht auch der Küchentisch.“ Der deutsche Gitarrenbauer Jerry Auerswald hat das mal gesagt, von ihm stammt die legendäre „Symbol“-Gitarre von Prince. Auch im Printmarketing kommt es bei aller Innovationsfreude vor allem auf eines an: die gute Idee. Aus der Masse herausstechen, Aufmerksamkeit auf sich ziehen, auffallen, in Erinnerung bleiben – das zählt mehr denn je im alltäglichen visuellen Überangebot. Mit dem simplen Poster, dem Standardmailing, dem konventionellen Aufsteller ist es oft nicht mehr getan, will man sein Produkt, seine Dienstleistung, sein Event erfolgversprechend bewerben. Gute Ideen, das darf man dabei nicht vernachlässigen, tun darüber hinaus dem Ruf der ganzen Branche gut. Der Crossover vor allem mit den immer handlicheren, preiswerteren und damit für den Masseneinsatz tauglichen Multimedia-Technologien ermöglicht allein schon eine ganze Menge an Innovation: LED-Cards, interaktive Poster mit Berührungssensibilität, die oft noch umstrittene Nahfrequenz-Kommunikation mit dem Handy von Passanten. Der Haken: was wirklich funktioniert, was angenommen wird und begeistert, weiß man immer erst, wenn man etwas ausprobiert hat. 

 

„Trial and error“ heißt eine klassische heuristische Methode der Problemlösung, also im Zweifelsfall einfach so oft probieren, bis es klappt. Das klingt eigentlich nicht sehr effektiv. Aber vieles von dem, was derzeit im Printmarketing ausprobiert wird, scheint sich auf dieser Basis zu bewegen. Selbst schon lange eingeführte Standards setzen sich auf der Straße nur ganz mühsam durch. QR-Codes zum Beispiel. Kein Mensch, so scheint es, stellt sich ohne Befremden mit dem Handy vor ein Plakat, um den Code zu scannen. Ein bekannter Tumblr-Blog greift das auf lustige Art auf: „Pictures of People Scanning QR-codes“ hat „no posts yet“. Dabei ist natürlich klar, dass die Verknüpfung des klassischen Printmarketings mit der Online-Welt immer wichtiger ist und sich letztendlich auf die eine oder andere Art auch durchsetzen wird. Allerdings muss nicht immer gleich die große Multimedia-Keule geschwungen werden. Da sind wir wieder beim Thema „Gute Idee“. 

 

thor.jpg 

Bildquelle: http://data7.lustich.de/bilder/m/39040-der-hammer-des-thor.jpg

 

Auch mit herkömmlicher Technologie kann man viel erreichen. So lässt sich eine klassische Litfasssäule mit vergleichsweise wenig Aufwand in einen übergroßen Minion verwandeln, hat Thors mächtiger Hammer scheinbar eine Scheibe zerschlagen, bevor er von der nächsten Wand gestoppt wird. Das ist Werbung, die gute Laune macht und die im Gedächtnis bleibt. Gerade mit geschickt eingesetzten Baukasten-„3D“-Effekten lassen sich verblüffende Effekte erzielen, das haben wir bei Druck und Werte immer wieder festgestellt. So lassen sich viele Projekte mit geschickt eingesetzten klassischen Print-Mitteln zu echten Hinguckern machen. Wichtig ist für uns Printbuyer vor allem, immer zu wissen, was machbar ist und zu welchen Konditionen. Welche Optionen den Kreativen zur Verfügung stehen, damit sie Ideen umsetzen können. Wir halten unsere Kunden auf dem Laufenden über aktuelle Trends und Technologien – und sind vor allem in der Lage, schnell auf sie zu reagieren. Denn der gute Inhalt, die gute Idee, braucht auch die gute Form.

 

DS

 

Mehr Kolumnen "Printeinkauf"

August 2014 3D-Druck – der grosse Schub steht erst bevor Man liest von der „dritten industriellen Revolution“, von einer „enormen Wachstumsbranche“ und von Privatanwendern, welche plötzlich „Entwickler und Produzent“ in einem sein können. Unumstritten ist, dass der 3D-Druck schon jetzt Möglichkeiten eröffnet, welche vor wenigen Jahren noch undenkbar gewesen wären. weiter

Dass das „Internet nur ein Hype“ (Bill Gates, Co-Gründer von Microsoft, 1993) ist und „es einen Weltmarkt für vielleicht fünf Computer gibt“ (Thomas J. Watson, ehemaliger IBM-Vorstandsvorsitzender, 1943), wurde nicht erst im Jahr 2014 widerlegt. Doch gerade in den letzten Monaten kommen diese Zitate einflussreicher Pioniere im Zusammenhang mit dem 3D-Druck wieder auf. Es wird spekuliert, wie die additive Fertigungstechnik die Industrie und die gesamte Gesellschaft beeinflussen wird. Man liest von der „dritten industriellen Revolution“, von einer „enormen Wachstumsbranche“ und von Privatanwendern, welche plötzlich „Entwickler und Produzent“ in einem sein können. Unumstritten ist, dass der 3D-Druck schon jetzt Möglichkeiten eröffnet, welche vor wenigen Jahren noch undenkbar gewesen wären.

Desweiteren kommt der 3D-Druck dem aktuellen Trend, das heißt der Nachfrage nach individualisierten, schnell produzierten und günstigen Produkten, stark entgegen. Zurzeit besteht zwar noch Entwicklungbedarf bezüglich der Materialien und erreichbaren Qualitäten, aber die Technologie wird zunehmend verbessert und die Nachfrage an 3D-Druckmodellen wächst kontinuierlich. Die Branche befindet sich noch in der Entstehungs- und Wachstumsphase und wird die Gesellschaft höchstwahrscheinlich in den kommenden Jahren als fest etablierter Bestandteil begleiten.

Spricht man derzeit vom 3D-Druck, so ist in der Regel immer das Kunststoffschmelzen, auch FDM (fused deposition modelling) genannt, gemeint. Mit diesem Verfahren arbeiten fast alle für den Privatgebrauch geeigneten 3D-Drucker. Gängige Verfahren im industriellen Bereich sind vor allem das Selektive Lasersintern (SLS), das Selektive Laserschmelzen (SLM), sowie die Stereolithographie (SL). Desweiteren wird mit dem Elektronenstrahlschmelzen (EBM), dem Binder Jetting (3DP), dem Multi Jet Modelling (MJM) und einigen weiteren Verfahren gefertigt. Man kategorisiert die Verfahren u. A. nach folgendem System:

  • 3D-Druck mit Pulver

  • 3D-Druck mit geschmolzenen Materialien
  • 3D-Druck mit flüssigen Materialien
  • 3D-Druck mit Papier oder Folie


Vorallem die SDL-Verfahren (Selective Deposition Lamination) also 3D-Druck-Verfahren mit Papier oder Folie sind für Marketingaktionen sehr interessant. Sie arbeiten weder mit Kunststoffen, noch mit Wachs oder sonstigen typischen Materialien. SDL nutzt beidseitig bedruckte Papierblätter (z.B. 80g/qm Standard-Kopierpapier), welche Schicht für Schicht miteinander verklebt werden. Mittels eines Messers erhalten die Blätter die gewünschte Form.

Vorteile: sehr preisgünstig, umweltfreundlich (sowohl Produktion als auch Entsorgung), hohe Qualität, sehr gute Farbwiedergabe, gute mechanische Belastbarkeit, keine Infiltration notwendig
Nachteile: Drucken hohler Objekte kaum möglich bzw. sehr schwierig zu realisieren
Anwendungsbereiche: farbechte Prototypen, Kleinserienteile, Miniaturen von Lebewesen
Material: Papier, auch Folie möglich (auf anderem Drucker)
Beispiele für Drucker: Mcor IRIS von Mcor Technologies

 

hqdefault.jpg


Ob nun Kleinserien oder individuelle Marketingmaterialien benötigt werden, setzen die am Markt verfügbaren Verfahren und Anbieter der Umsetzung keine Grenzen. Um unseren Kunden diese Möglichkeiten zu eröffnen, haben wir unseren eigenen Lieferantenpool um alle gängigen Verfahren mittels kompetenter Partner ausgebaut und beraten umfassend zu den Einsatz- und Umsetzungsmöglichkeiten.

August 2014 Viel hilft viel – man muss komplexe Printkampagnen im Griff behalten können. Kolumne "Printeinkauf" // Beitrag von Denis Schmidt, Geschäftsführer der Druck und Werte GmbH, Leipzig Viele verschiedene Printprodukte zu einem Thema unter Zeitdruck genau terminiert herstellen und nach unterschiedlichsten Spezifikationen an einen sehr breiten Verteiler adressieren? weiter

Viele verschiedene Printprodukte zu einem Thema unter Zeitdruck genau terminiert herstellen und nach unterschiedlichsten Spezifikationen an einen sehr breiten Verteiler adressieren? Klingt kompliziert, ist kompliziert. Komplexe Kampagnen sind so etwas wie die Königsklasse im Printmanagement. Und damit natürlich auch eine Herausforderung an herkömmliche Printmarketing-Strukturen.

Ein gutes Beispiel dafür sind Kampagnen zu Kinostarts. In einem engen Zeitraum – eben kurz vor dem Starttermin des Films – gilt es oft verschiedenste Produktionsstränge zu beherrschen. Flyer, Poster, Pressehefte oder Aufsteller sollen verschickt, angeliefert, ausgelegt und aufgestellt werden. Zu exakt festgelegten Zeitpunkten, an verschiedenste Adressen und in variierenden Stückzahlen und Zusammenstellungen. Auflagen von mehreren Tausend oder gar Hunderttausend müssen an Zentrallager geliefert und in unterschiedlicher Bündelung von dort an Tausende Filialen weiter verbreitet werden. Dabei ist der Zeitdruck – das beweist die Praxis immer wieder – enorm. Oft verschieben sich Abgabetermine weil die Kapazitäten der Grafik- und Marketingabteilungen der Verleihe bei Groß-Themen an ihre Grenzen stoßen oder weil es bis zur letzten Minute noch Änderungen gibt. Mit den Lieferterminen darf natürlich nichts schief gehen – mit Verspätung oder Auslieferungschaos wäre im schlimmsten Fall die ganze Kampagne in den Wind geschossen. Denn der Premierentermin steht.

Gerade die Vielfalt der Produkte und Anlieferungsoptionen macht schon die Recherche zu in Frage kommenden Lieferanten und Kosten enorm aufwendig. Denn viele der angestammten Druckereien im eigenen Pool können solche Bedarfsspitzen nicht ohne Weiteres abfangen. Die in der Folge erforderliche Koordination während der eigentlichen Produktion trägt obendrein einen Gutteil dazu bei, die Kapazitäten der Marketingabteilungen noch weiter gegen die erträglichen Grenzen zu dehnen. Oder darüber hinaus. Und Rechnungslegung, unterschiedliche Zahlungsziele sowie Skontovereinbarungen stehen ja auch noch an.

Das ist der Moment für die gut aufgestellte Printbuying-Agentur, hier ist sie – sozusagen – in ihrem Element, kann die Vorteile der gebündelten Abwicklung einer Produktion voll ausspielen. Natürlich kommt in solchen Fällen der umfangreiche Pool an Produzenten zum Tragen, die schon erprobten Abläufe, das Wissen um ihre Stärken aber auch Schwächen. Und die eingespielten Kostenermittlungs- und Abrechnungsprozeduren. Zu den Aufgaben des zwischengeschalteten Printbuyers gehört vor allem die kompetente Beratung. Durch sie lassen sich große Potenziale in Bezug auf Qualitätssicherung, Terminkoordination, Versandlogistik, kaufmännische Aspekte und Kosten sowie die generelle Machbarkeit der einen oder anderen „verrückten“ Idee freisetzen. Immer mitgedacht werden müssen selbstverständlich kurzfristige Anpassungen an flexible Termine oder Auftragsvolumen.

Das ist im Wesentlichen Grundhandwerk, wer hier nicht liefern kann, hat in der Branche sowieso nichts verloren. Die – vor allem erstmal gefühlt entscheidenden aber letztendlich sehr wohl auch in Effizienz-, also Kostenkategorien zählbaren – Vorteile liegen in der Konzentration der Marketingabteilung auf einen einzigen verantwortlichen Ansprechpartner, der alle Prozesse und die damit verbundenen Terminabläufe im Blick behält und die Bedürfnisse des Auftraggebers genau kennt, sowie in der generell weitgehend auf die Bedürfnisse des Auftraggebers zugeschnittenen Abläufe. Kompliziert darf nur der Auftrag sein. Nicht die Abwicklung.

DS

September 2014 Learning By Doing Innovationen auf dem Papiermarkt sind rar, problematisch und nicht zuletzt ziemlich teuer. Ein Preis, den wir bezahlen müssen. Mal ehrlich, so richtig viel getan hat sich nicht auf dem Papiermarkt der letzten Jahre. Wer nach innovativen, aufsehenerregenden Produkten sucht, findet nicht wirklich viel, mit dem er punkten kann. Das liegt natürlich daran... weiter

Mal ehrlich, so richtig viel getan hat sich nicht auf dem Papiermarkt der letzten Jahre. Wer nach innovativen, aufsehenerregenden Produkten sucht, findet nicht wirklich viel, mit dem er punkten kann. Das liegt natürlich daran, dass Drucken als Technologie hochgradig ausentwickelt ist – kein Wunder, schließlich haben ein paar hundert Jahre Entwicklung eine Menge Vorarbeit geleistet. Jetzt noch spektakulär nachzulegen, wird immer schwieriger. Teuer sowieso. Und ziemlich unberechenbar.

Diese Erfahrung haben wir selbstverständlich auch schon gemacht. Zuletzt zum Beispiel mit „MultiLoft“, dem aufwendig branchenintern beworbenen Spitzenprodukt des renommierten amerikanischen Papierherstellers Metapaper. Es handelt sich dabei – etwas vereinfacht gesagt – um einen Prozess, der drei Lagen Papier verbindet: Außen wird bedruckt, in die Mitte kommt ein farbiger Karton, alles wird beim Zuschneiden mehr oder weniger automatisch dauerhaft verbunden. Das sieht chic aus, setzt auf den Bonus einer guten Haptik und wirkt tatsächlich sehr – wie es so schön heißt – wertig. Und das Beste: Ganz wunderbar unkompliziert ginge das, vermeldet der Hersteller. „Einfach die Bogen bedrucken, im Planschneider zusammentragen und auf das gewünschte Format zuschneiden – fertig!“ Alles ganz problemlos zu verarbeiten. Theoretisch. Die Praxis ist deutlich komplizierter. Und ein schönes Beispiel für die Schwierigkeiten mit Produktinnovationen auf dem Papiermarkt einerseits und die Vorteile einer guten Printbuying-Agentur andererseits.

Schon als wir mit unserem erfahrenen Druckpartner ein „MultiLoft“-Projekt im Vorfeld diskutierten, waren die fachlichen Bedenken groß, wie sich das Papier letztendlich verhalten würde – von der generellen, realen Verarbeitbarkeit über den enorm wichtigen Trocknungsprozess des bedruckten Papiers bis zum tatsächlichen Zusammenhalt der drei Schichten. Außerdem ist die Prognose schwierig, wie sich das Papier bei weiteren Verarbeitungen und in einigen Monaten oder gar Jahren verhält. Vielleicht verzieht es sich oder die Schichten lösen sich ab?

Da sind wir beim nächsten Problem: Transparenz ist im Papiermarkt immer noch ein Fremdwort. Vom Hersteller verlässliche Aussagen und valide Informationen über dessen eigene Erfahrungen und Tests zu bekommen, ist schier unmöglich. Zumindest, wenn man nicht exklusiver Vertragspartner von Metapaper ist. Für uns – als „überdruckereilich“ – kommt eine solche Festlegung aber nicht in Frage. Dazu gesellen sich gestalterische Einschränkungen bei der Auswahl der Kernpapier-Farbe und – klar – der stolze Preis.

Kurz und gut: die Anwendungsoptionen sind beschränkt. Und sie benötigen eine Menge Know-how und Erfahrung. Da kommen wir wieder ins Spiel. Denn unsere Produktioner haben diese Erfahrungen gemacht – und wir haben dafür bezahlt. Das kommt unserem nächsten Auftraggeber zu Gute, den wir jetzt wieder ein Stückchen besser beraten können. Letztendlich können wir alle also doch von dieser speziellen Innovation profitieren. Wenn es passt. Wenn nicht, sind wir schlau und fair genug, etwas anderes zu finden. Genau das ist unser Job.

Kolumne "Printeinkauf"
// Denis Schmidt, Geschäftsführer der Druck und Werte GmbH, Leipzig auf Sputnika.de

Dezember 2014 Das nehme ich persönlich! Gebrandete Colaflaschen und digital zusammengebastelte Fotobücher? Nett... Nach individualisierter Verpackung wird allerdings individualisierter Inhalt kommen – Hundefutter on demand, nach eigenem Geschmack zusammengestellte Tageszeitungen und Co. Über die Chancen und Folgen fürs Printmarketing: weiter

Das Zauberwort der Stunde heißt „Individualisierung“. Gerade im Printmarketing stellt uns das vor vielfältige Probleme. Und eröffnet Chancen.

Der Trend ist fast schon wieder vorbei, wahrscheinlich auch, weil inzwischen jede Oma ihr eigenes Fotobuch hat und man als Enkelgeneration mit ein bisschen moderner Technologie und wenig Geld bei den aufgeschlossenen Älteren nicht mehr ohne weiteres einen Überraschungseffekt erzielen kann. Aber natürlich ist der Erfolg des für eine einzelne Person hergestellten Taufe/Lebensgeschichte/Hochzeit/Jubiläum-Bildbands nicht nur ein gutes Beispiel dafür, wie der Digitaldruck die Möglichkeiten im Print verändert. Sondern vorrangig dafür, was für die Printbranche derzeit ein Riesenthema ist: Wie können wir Printprodukte individualisieren? Der Bedarf ist da, der Kunde verlangt danach, es ist ein Geschäftsfeld, das schleunigst weiter erschlossen werden muss, will man nicht entscheidend ins Hintertreffen geraten. Denn „online“ ist die Individualisierung längst eine Selbstverständlichkeit, die immer noch forciert wird.

Komplette Kampagnen werden regional und demografisch ausgesteuert

Der Kunde möchte individuell wahrgenommen und angesprochen werden. Jedes Kundenmailing beachtet das heute. Schon lange werden nicht nur Namen und Adressen per Digitaldruck in Kataloge, Anschreiben oder Broschüren eingearbeitet, sondern ganze Inhaltsabschnitte nach verschiedenen vorgespeicherten Kriterien zusammengestellt. Große Werbekampagnen – Die Bahn oder Sky sind Beispiele – werden zunehmend regional gebrandet, um eine direkte Ansprache zu erzielen. Hier ist die Kunst weniger, das Produkt an sich zu individualisieren. Sondern die Verpackung. Und die ist Print.

Je massenhafter das Produkt, desto größer der Effekt. Sogar, wenn jeder im Grunde weiß, dass es oft nur ein bisschen Trickserei ist, eine beiderseitige stillschweigende Übereinkunft, dass man es natürlich nicht so genau nehmen darf – Hauptsache, der eigene Name steht drauf. Vorgemacht hat das in ganz großem Stil und mit gehörigem Erfolg Coca Cola mit ihrem „individuellen“ Namensetikett. Es ist eine Frage der Statistik, der Verfügbarkeit von einigen demografischen Daten, eine Auswahl der „richtigen“ Namen in halbwegs zur Realität passender Mischung in die Läden zu bringen – also prinzipiell ein Problem der Vertriebslogistik. Nur: Die Idee muss man eben auch erst mal haben, eines der am weitesten verbreiteten Einheits-Produkte der Welt mit einem vergleichsweise simplen Etikett-Aufdruck den Nimbus der Individualisierung zu verleihen.

Nach individualisierter Verpackung folgt individualisierter Inhalt

Die eigentlichen Chancen liegen aber woanders: Individualisierung wird zunehmend vom eigentlichen Produkt her gedacht, von den individuellen Wünschen des Kunden. Die Printbranche ist gefordert, dafür die technologische Basis bereitzustellen. Im Blickpunkt der großen Öffentlichkeit stehen dabei vor allem die Flaggschiffe der Printmedien schlechthin: Zeitungen. Die Tageszeitung Die Welt macht es in einer ersten Stufe seit geraumer Zeit vor: Die Übergänge zwischen dem klassischen Tageszeitungs-Format, einer Kompakt-Variante für unterwegs und dem E-Paper sind fließend. Die deutsche Verlagslandschaft aber agiert immer noch sehr zögerlich. Auch deshalb stecken viele Versuche in den Kinderschuhen, sei es der problemlose Wechsel zwischen verschiedenen Print- und Online-Formaten, das Zusammenstellen von Teilinhalten ganz nach persönlichem Interesse oder das medienübergreifende Zusammenführen von thematischen Schwerpunkten. An letzterem hat sich das Projekt Niiu gerade die Zähne ausgebissen. Die ursprünglich angebotene Printversion des clever ausgedachten, individuell zusammengestellten Zeitungsreaders gibt es nicht mehr. Es bleibt bei der Online-Variante.

Individualisierung im Produktionsprozess

Ohne Risikofreude geht also wenig, auch, wenn sich die Dynamik bei vielen Start Ups von erfreulichem Ideenreichtum speist. Das selbst zusammengestellte Müsli zu bestellen ist längst kein Problem mehr. Oder das ganz spezielle Hundefutter, nach tierärztlichen Kriterien und Maßgabe des Besitzers für ganz genau diesen einen Hund zusammengestellt, versehen mit individueller Verpackung inklusive Name und Bild des Schützlings – alles prinzipiell möglich. Der Teufel steckt im produktionstechnischen Detail. Wirkliche Individualisierung stößt schnell an die Grenzen, die Fertigungsverfahren sich gegenseitig setzen. Der erforderliche Digitaldruck kommt dem Tütenleim in die Quere, die Reißfestigkeit der Tüte leidet und und und … Hier gibt es noch jede Menge technologische Reserven und Raum für Innovation. Ob der Aufwand den Nutzen letztendlich lohnt, bleibt das uralte Risiko aller Erfinder und deren Investoren.

Wir jedenfalls beobachten und analysieren die Entwicklung ganz genau, auch wenn vieles davon vielleicht im ersten Moment als Schnapsidee erscheinen mag. Denn dass hier ein Gutteil unserer Zukunft als Printspezialisten liegt, steht für uns ganz außer Frage. Wir müssen einschätzen, was wirklich sinnvoll ist, was den Aufwand nicht lohnt – oder was nach hinten losgeht. Gerade die Frage, ob eine echte Individualisierung vom Kunden wirklich gewünscht ist, sollte in jedem Fall genau geklärt werden. Wer eben erst für Datenschutz sensibilisiert wurde, ist unter Umständen alles andere als erfreut, von Werbung ganz persönlich angesprochen zu werden. Und mal ehrlich: Wie viele der „persönlichen“ Serienbrief-Ansprachen, die wir dauernd im Briefkasten finden, brauchen wir wirklich? Etwas anders sieht es bei B2B-Mailings aus. Aber auch hier kommt es auf Kompetenz und eine permanente Datenpflege an, deren Aufwand man nicht unterschätzen sollte. Das Problem kenne ich selbst zur Genüge: Immer mal wieder bekomme ich Post an „Frau Denis Schmidt“. – Das zeigt das ganze Dilemma der Individualisierung.

 

Kolumne "Printeinkauf" // Denis Schmidt, Geschäftsführer der Druck und Werte GmbH, Leipzig

 

Januar 2015 Müll vermeiden, Schönes machen! Bitte, bitte keine Kalender mehr! Gebt euch doch mal ein bisschen mehr Mühe mit euren Gimmicks und Werbegeschenken. „Kein Etat“ ist keine Ausrede Kolumne "Printeinkauf" // Ein Gastbeitrag von Denis Schmidt, Geschäftsführer der Druck und Werte GmbH, Leipzig weiter

Kolumne "Printeinkauf" // Ein Gastbeitrag von Denis Schmidt, Geschäftsführer der Druck und Werte GmbH, Leipzig

Ich hab sie auch in diesem Jahr nicht gezählt, all die Kalender und Postkarten, die bei uns zu den Feiertagen rund um Weihnachten und Jahreswechsel wieder eingetrudelt sind. Außerdem hatten wir: Süßigkeiten, Becher, Blumensamen, einen Kunstdruck und einen Nussknacker. Der Januar ist noch nicht halb rum, die Aufräumarbeiten sind abgeschlossen. Nur der wirklich schöne, aufwendige Kunstdruck und das RB-Leipzig-Maskottchen Bulli als original erzgebirgischer Nussknacker werden noch einen Platz finden. Die Schokolade steht noch ein bisschen auf dem Konferenztisch und nimmt täglich etwas ab – von wem sie stammt, weiß kein Mensch mehr, von Ritter oder Merci – das steht drauf – sicher nicht. Ansonsten: alles im Müll. Mal ehrlich: War es das wert? Natürlich nicht. Was soll das also? Bitte macht doch mehr schöne Gimmicks!

Geschenkt!

Ich bin bei dem Thema prinzipiell aufmerksam. Denn zu „Werbegeschenken“, wie das fachbegrifflich etwas schnöde heißt, habe ich traditionell ein spezielles Verhältnis. Schließlich war mein allererster Auftrag als Produktioner eines. Damals war ich brandneu in einer jungen Leipziger Agentur, die unter ihren Kunden auch ein Musiklabel und damit eine vielversprechende Band hatte. Es war die hohe Zeit der Musikindustrie, noch in den Neunzigern, die Etats waren oftmals riesig – unserer natürlich nicht. Wie also auffallen? Die Lösung waren eine Vinylsingle mit einem Song der Band, ein bisschen bedruckter Karton und eine an der Ecke eingeklebte Nadel. Richtig gefaltet und per Hand gedreht, war es der kleinste Plattenspieler der Welt. Ich hole den immer mal wieder aus dem Archiv und er ist immer noch ein Hingucker. Erst letztes Jahr hat BMW im Rahmen der Kampagne für den neuen Mini etwas ähnliches fertigen lassen. Ich kann sagen: Unser Modell hat deutlich besser funktioniert.

Der Nutzeffekt solch verspielter Gimmicks hält sich naturgemäß in Grenzen. Aber das wird durch die extravagante Idee locker wieder aufgewogen. Sie sorgt für einen Aha-Effekt und brennt sich ins Gedächtnis. Weggeworfen wird das nicht. Ziel erreicht. Gemacht haben wir derlei schon einiges: von der neckischen Kicktipp-Torwand für den Schreibtisch bis zu den „Pokal-Schlappen“ – ein ganz besonderes Andenken an die Red-Bull-Gegner im Fußball-Wettbewerb. Zugegeben: Das muss man sich als Kunde auch leisten können. Aber es geht natürlich auch anders: simpel und gar nicht mal so teuer. Dafür individuell und nicht wie bei – sagen wir mal – „werbeartikel24.com“ in letzter Minute bestellt.

Die Regeln des Werbeschenkens

Selbstverständlich haben wir auch bei Druck und Werte so etwas wie ein Standard-Gimmick, das wir verteilen können. Sonderlich originell ist es zugebenermaßen nicht, dafür aber praktisch, hat viel mit unserer Arbeit zu schaffen und ist mit deutlich unter einem Euro pro Stück auch preiswert: ein handlicher Farb- und Papierfächer. Den kann jeder unserer Kunden tatsächlich im Alltagsgeschäft gebrauchen – und natürlich sind die Kontaktdaten von „Druck und Werte“ sofort präsent. Damit sind ein paar einfache Grundregeln erfüllt: gute Qualität, praktischer Gebrauchswert, enge Anbindung an unsere Branche, Absendererkennbarkeit.

„Kein Etat“ ist also keine Ausrede. Oder, um es kurz zu machen: Fragen Sie vor dem nächsten Jahreswechsel doch einfach mal Ihren Printbuyer des Vertrauens! Der hat bestimmt die eine oder andere – sogar bezahlbare – Idee in petto, mit der Sie auffallen können und präsent sind. Auch über den Januar hinaus.


DS

März 2015 Wissen, das nicht nur sitzt, sondern passt. Workshops für Agenturen & ihre Kunden Der Printmarkt ist im rasanten Wandel begriffen. Im Zuge von Optimierungen und Preisreduzierungen werden auch vom Auftraggeber immer mehr Kenntnisse verlangt, die mit dem eigentlichen Fachgebiet kaum etwas zu tun haben. weiter

Der Printmarkt ist im rasanten Wandel begriffen. Im Zuge von Optimierungen und Preisreduzierungen werden auch vom Auftraggeber immer mehr Leistungen und Kenntnisse verlangt, die mit dem eigentlichen Fachgebiet kaum etwas zu tun haben. Die Optionen scheinen schier unendlich, die Fehlerquellen auch: die Eigenheiten von Papierarten, das nötige Wissen um Farbräume, Farbmanagement und Sonderfarben, PDF-Spezifikationen, Print-Controlling per Proof, die Möglichkeiten von Falzen und Binden, die Technologien des Drucks im klassischen Offset oder im Digitaldruck, die Wahl der passenden Druckpartner – wer ein gutes, anspruchsvolles Produkt haben möchte, benötigt umfangreiches Basiswissen. Dafür gibt es Druck und Werte Campus.

 

Jedes Printprodukt bringt den Anspruch an absolute Genauigkeit, konzeptionelle Ausgereiftheit und maximale Qualitätssicherung mit sich. Denn: Was gedruckt ist, ist gedruckt und Fehler können nicht mehr verbessert werden.

 

Ihr Kunde und sie haben ein Printthema das ihnen schon lange unter den Nägeln brennt? Bei dem sie vielleicht noch zusätzliches Know-how benötigen? Die Lösung: Ein gemeinsamer Fokus-Workshop mit dem Druck und Werte Campus!


Wir beraten sie gern und freuen uns auf ihren Kontakt!

Ihr Ansprechpartner:
Lukas Hintzen | Campus-Leitung und Dozent
Tel.: +49 341 26 1773-134 | E-Mail: l.hintzen@druckundwerte.de

Mehr Informationen unter www.druckundwerte-campus.de/workshops/individuell

April 2015 Das System Blackbox - Hilflos vor dem Touchscreen? Digitaldruck ist in der Ausbildung zum Drucker immer noch eine Art ungeliebtes Stiefkind. Verschenken wir Ressourcen, weil die neue Technologie nur ungenügend ernstgenommen wird? Kolumne "Printeinkauf" // Ein Gastbeitrag von Denis Schmidt, Geschäftsführer der Druck und Werte GmbH, auf Sputnika.de weiter


„Digitaldruck“ ist eine der vielen ergänzenden Spezialisierungsrichtungen in der Ausbildung zum Drucker. So richtig wichtig wird das Verfahren an den Berufsschulen und in den ausbildenden Betrieben scheinbar nicht genommen. Meine Erfahrung ist anders. Seit Jahren nimmt der Anteil des Digitaldrucks in unserem Portfolio konstant zu. Immer vielseitiger sind die Anwendungen, bei immer mehr Aufträgen, die früher ganz selbstverständlich klassisch abgewickelt wurden, sind Digitaldruckverfahren inzwischen zumindest konkurrenzfähig. Oder vielleicht sogar besser geeignet. Nur: Das weiß man oft nicht mehr so genau. Weil der Drucker zwar vergleichbare Angebote für klassisch und digital abgeben kann, aber auch ganz schnell ins Schwimmen gerät, wenn man mal etwas genauer wissen will, was denn nun – abgesehen vom reinen Preis – wirklich besser ist für diesen konkreten Auftrag.



 

Hilflos vor dem Touchscreen?



 

Drucker „sind die qualifizierten Fachleute, die den gesamten Druckprozess steuern und dem Printprodukt das richtige Outfit verleihen. Die Funktionsabläufe der Maschinen muss man im Kopf und die Mess-, Regel- und Steuertechnik im Griff haben“. So beschreibt der Bundesverband Druck und Medien das Berufsbild des – so heißt der Ausbildungsberuf offiziell – „Medientechnologen Druck“. Immer öfter jedoch, so ist mein Eindruck, steht der eher etwas hilflos vor dem Touchscreen der modernen Digitaldruckmaschinen. Klar, er kann dort alle Eckdaten programmieren und wahrscheinlich kommt dann aus der Maschine ziemlich genau das, was er eingeben hat – aber wie die Maschine das macht, scheint immer öfter eine Art gottgegebenes Mysterium zu sein.


"Eigentlich könnte die Maschine mehr"



 

Nun bin ich der Letzte, der unverdrossen das Hohelied der „alten Schule“ singt, als Drucken auch abseits von Sonderverfahren und Kunstprojekten ein knochenharter Job war, bei dem man sich buchstäblich die Hände schmutzig machen musste und der überdies nicht ganz ohne Risiko war, weil die offenliegenden tonnenschweren Rollen bei einer Unvorsichtigkeit dem eigenen Körperbau in jeder Hinsicht überlegen waren. Allerdings konnte man hier wirklich noch bei jedem Aspekt des Druckens Einblick und vor allem Einfluss nehmen. Heute wirken gerade die modernen Digitaldruckmaschinen wie eine Blackbox: Irgendwo wird Farbe „eingefüllt“, vorn kommt das Papier rein und hinten das Printprodukt raus. Das genügt dann gewissen Parametern an Preis und Qualität, wobei ersterer die entscheidende Rolle spielt, zweitere im Digitaldruck per se als kleinere Priorität gilt. Aber ist das wirklich der Weisheit letzter Schluss? Sollte nicht der ausgebildete Fachmann noch ein bisschen mehr Einfluss auf den Prozess nehmen können? Oder bleibt es beim unbestimmten Gefühl, das mir gerade langgediente Druckpartner immer wieder geben: „Eigentlich könnte die Maschine mehr“?


Bitte bildet den Nachwuchs zu Experten aus



 

Die Frage ist gar nicht so simpel, wie sie auf den ersten Blick scheint. Denn natürlich gibt es einen Widerspruch, der gerade im Digitaldruck deutlich sichtbar wird. Die Maschinen sind so konzipiert, dass sie grundsätzlich einfach zu bedienen sind – am besten ohne teure Ausbildung und hochspezialisiertes Wissen. Aber der Digitaldruck kann – vielleicht – noch viel mehr. Nur braucht es dafür dann doch den Spezialisten, so wie in jedem anderem Bereich der Druckbranche auch. Und eine entsprechende Ausbildung. Sonst geht es der Druck- irgendwann so wie der Grafikbranche. Dort gibt es heute kaum noch den klassischen Grafiker mit grundsolidem Wissen und handwerklichem Geschick – dafür jede Menge „Mediengestalter“, von denen man im Zweifelsfall annimmt, dass sie zwar einen Computer ein- und ausschalten können, aber ansonsten eher nicht so sehr für komplexere grafische Aufgaben geeignet sind. So weit sollten wir es nicht kommen lassen. Bitte bildet die Leute so aus, dass sie mir das Gefühl geben, es mit ausgewiesenen Experten zu tun zu haben. Mit Druckern, die mir erklären können, warum ich etwas lieber digital drucken sollte – oder eben nicht.

 




DS

Mehr Kolumnen Printeinkauf

Mai 2015 VON DER MASSE ZUR KLASSE? Da darf man schon mal hellhörig werden: Ausgerechnet Flyeralarm, der Branchenprimus der Standardisierung, will den Charme der Individualität spielen lassen. Zumindest, wenn der Wunschpartner ausreichend Mitgift mitbringt. Kolumne "Printeinkauf" // Ein Gastbeitrag von Denis Schmidt, Geschäftsführer der Druck und Werte GmbH, auf Sputnika.de weiter

Deutschlands größte und dank aggressiven Marketings bekannteste Onlinedruckerei möchte das Geschäftsfeld ausweiten. Ziel sind Großaufträge potenter Kunden. Die waren im Geschäftsmodell bisher nicht vorgesehen, das mit der Abwicklung von 15.000 Druckaufträgen pro Tag das Prinzip „Masse macht Kasse“ technologisch und logistisch radikal vorangetrieben und perfektioniert hat. 

Flyeralarm Printmanagement ist der Hebel, um den deutschen Printmarkt vielleicht noch einmal aufzurollen. Bisher kamen sich das klassische Großkundengeschäft und die Onlinedruckereien kaum in die Quere. Das soll sich jetzt ändern. Das Konzept, das Flyeralarm dazu verwendet, klingt erst mal sehr schlüssig. Und vertraut. Denn Printmanagement ist unser täglich Brot. Dass vertrauenswürdige Beratung, komptente Prozessbegleitung und effektive Vermittlung sinnvoll und für alle Beteiligten vorteilhaft sind, war die Idee bei der Gründung von Druck und Werte. Mit seiner neuen Akquise-Abteilung versucht sich Flyeralarm jetzt auch mit individuellem Ansatz und an Produkten, die normalerweise nicht in die komplett auf kleinteilige Massenproduktion eingestellten Fertigungslinien einer Onlinedruckerei passen. 

Wie passt das zusammen?

Das ist insofern natürlich folgerichtig, weil der Online-Druckmarkt nicht ewig wachsen wird und die permanente Expansion unter internationalem Konkurrenzdruck immer größeren Einsatz bei immer höherem Risiko verlangt – vor allem aber, weil die Gewinnmargen pro Auftrag im klassischen Druckgeschäft deutlich höher sind. Nur, wie passt das zusammen? Der Erfolg von Flyeralarm basiert ja gerade auf der Einschränkung der Optionen für den Kunden, der seine Wünsche dem durchoptimierten Flyeralarm-System anpassen muss. Das mag im reinen Consumer-Markt immer noch spektakulär vielfältig anmuten, im klassischen Großkundengeschäft lässt sich damit jedoch nicht all zu viel Eindruck schinden. Dort sind die Anforderungen an Materialauswahl, Veredlung oder Formate normalerweise viel zu komplex für die geschlossene Produktionsstruktur einer Onlinedruckerei. Diese Lücke will man jetzt schließen – natürlich mit der geballten Kapazität der verfügbaren Maschinen. 

Abstriche sind schon eingeplant

Nicht alle Materialien oder Veredelungen würden unter Umständen zur Verfügung stehen, ließ Flyeralarm-Chef Markus Schmedtmann im Branchenmedium 4c vorsorgehalber gleich verlauten. Der Kompromiss würde über den Preis erzielt. Das klingt dann doch wieder nach dem althergebrachten Billig-ist-besser-Grundsatz, für den Flyeralarm wie kein anderer Drucker steht und der dem Markt noch einmal mehr unter gehörigen Druck setzen dürfte. 

Nichtsdestotrotz lässt sich das aus unserer Sicht als positive Entwicklung deuten: Dass sogar Flyeralarm – und Konkurrent Onlineprinters hat schon angekündigt nachzuziehen – jetzt auf individuelle Beratung, Service und Diversität setzt, bestätigt uns, dass wir von Anfang an richtig lagen. Sicher hilft diese massive Intervention, das Printbuying-Modell in der Breite bekannter zu machen, seine Akzeptanz zu erhöhen. Dem Wettbewerb stellen wir uns gern, auch wenn „der Neue“ perspektivisch sicher eigene Erfahrung und Know-how sammeln wird. Aber er kann dank der Anbindung an die Mutterfirma eben nicht alle verfügbaren Druck-Produkte und -Verfahren ohne Einschränkungen anbieten. Dazu braucht es Unabhängigkeit. Die vermeidet halbgare Kompromisse und macht gutes Printmanagement letztendlich aus.

DS

Juni 2015 OK, COMPUTER Software as a service: Klingt gut, ist aber beim Printeinkauf irre komplex. Und funktioniert noch nicht ohne menschliche Kompetenz. Kolumne "Printeinkauf" // Ein Gastbeitrag von Denis Schmidt, Geschäftsführer der Druck und Werte GmbH, auf Sputnika.de weiter

Als Kind des Ostens ist mir die unentrinnbare Propaganda-Offensive der DDR-Wirtschaftspolitik der achtziger Jahre noch vertraut: CAD/CAM-Lösungen! Damit sollten Konstruktionszeichnungen oder Schaltpläne am Computer erstellt und per Schnittstelle an die automatisierten Maschinen zur Herstellung übermittelt werden. Das klang fortschrittlich, die Erfolgsmeldungen über die Planerfüllung rissen nicht ab. Die Realität sah natürlich anders aus. Sogar bei Robotron, dem führenden – genau genommen einzigen – Computerhersteller des kleinen Landes wurden die Schaltpläne bis Ende der Achtziger mit der Hand gezeichnet. Der theoretische Fortschritt war noch lange nicht mit der realsozialistischen Wirtschaft in Einklang zu bringen. 

Software-Lösungen für Profi-Printer

Heutzutage habe ich immer mal wieder eine Art Déjà-vu: Alle reden von den Vorteilen ausgeklügelter Software-Lösungen im Printeinkauf – aber kaum jemand hat eine wirklich praktikable vorzuweisen. Zumindest nicht im professionellen Bereich. Dabei ist das Prinzip inzwischen jedem von den allgegenwärtigen Onlinedruckereien her vertraut. Step by step wird man am Bildschirm durch die verschiedenen Spezifikationsstufen zum Endprodukt geleitet. Zwei Tage später liegen die gewünschten Visitenkarten oder Flyer im Briefkasten. Einfach, übersichtlich, schnell. So stellt man sich das auch im professionellen Bereich vor. Aber wofür braucht es derlei Software-Lösungen aus Sicht eines Printbuyers überhaupt? 

Das Grundprinzip eines solchen System ist es, jeden Druckauftrag in klare Parameter zu fassen, jeden Wunsch in Druckanfragen oder -aufträge zu übersetzen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Fehlerquellen durch ungenaue oder missverständliche mündliche Absprachen sind praktisch ausgeschlossen. Aufträge sind ganz klar definiert und genügen den nötigen Standards. Telefonate und E-Mailverkehr nehmen deutlich weniger Arbeit und Zeit in Anspruch. Der gesamte Printeinkaufsprozess ist für Auftragnehmer und Kunden gleichermaßen transparent und nachvollziehbar. Diese wiederum können sich ihr Wunschprodukt im Prinzip komplett eigenständig konfigurieren. Für den Printmanagement-Profi auf der Hand liegen dabei aber zwei grundsätzliche Probleme. 

Problem: Zu großes Produktportfolio, zu komplizierter Workflow

Zum einen: Der Trick der Online-Druckereien ist ein sehr enges Produktportfolio. Das reicht professionellen Kunden in der Regel jedoch bei weitem nicht. Sie benötigen vollen Zugriff auf die auch auf den zweiten Blick schier unüberschaubare Fülle der möglichen Produktspezifikationen. Das fängt beim Format an, reicht über Trägermaterial, Printverfahren, Farbspektrum, Lackierungen bis hin zur Verpackung des Produkts. Und das ist schon sehr grob vereinfacht. Unsere ständig aktualisierte Hand-Bibliothek von Leitfäden, Katalogen oder Musterpapieren macht im Büro gut drei Meter Regalwand aus. Nur mal als Beispiel: In unserem eigenen kleinen, 40 Seiten starken Leitfaden für die Produktion von CDs, DVDs und Blu-Rays listen wir allein 21 verschiedene Basis-Arten der Verpackung auf. 

Zum anderen: Letztendlich wird die Software auf Kundenseite von einem Menschen bedient, der nicht unbedingt ein professioneller Printbuyer ist. Die Masse an Optionen muss also in einen Workflow umgesetzt werden, der ohne Hochschulabschluss in Drucktechnologie verständlich ist und mit einer beherrschbaren Bedienoberfläche aufwartet. Man kann aber auch die ausgefeilteste Software nicht jedem Kunden bedingungslos verordnen. Oft ist ein persönliches Gespräch unabdingbar, um die beste auf dem Markt existierende Lösung für ein spezielles Produkt gemeinsam herauszufinden. Die Effizienz kann im Einzelfall am Telefon sogar deutlich höher sein als per Ferndiagnose vor dem Rechner. Nicht zuletzt verhindert nur der geschulte Blick von Fachleuten vor der letztendlichen Auftragsvergabe mitunter teure Fehler. 

ZMÜK – und Manpower

„Jeder nach seinen Fähigkeiten, jeder nach seinen Wünschen“ – was im DDR-Sozialismus als Fernziel ausgegeben wurde, hat tatsächlich seine Berechtigung. So gibt es inzwischen eine Reihe von Software-Lösungen im Printmanagement, die ihre Stärken im einen oder anderen Kundenbereich oder Prozessabschnitt haben. Für unsere Ansprüche – also die unserer Kunden – erschien uns keine wirklich geeignet. Darum haben wir selbst entwickelt. 30.000 Projekte im Jahr laufen inzwischen über unser „ZMÜK“-System ab. Allerdings geht kein Druckauftrag in die finale Produktion, der nicht von einem unserer Fachleute noch einmal geprüft wurde. Neben dem umfassenden Produktportfolio und einer guten Bedienbarkeit unabdingbar ist nämlich vor allem immer noch eines: der professionelle Blick. So handhaben wir das jedenfalls. Denn die beste Software nützt nichts, wenn man sich nicht sicher ist, welche der einprogrammierten Optionen die sinnvollste, die plausibelste für ein Projekt ist. Oder welche Alternativen denkbar sind. Die beste Lösung dafür ist immer noch der gut ausgebildete Fachmann, der einen Auftrag in allen Stufen betreuen kann. Ich denke, dieses Prinzip sollte für alle „Software as a service“-Lösungen gelten: Eine gute Software und gute Mitarbeiter. 

DS

Juli 2015 Der WOW-Effekt! - Echt-3D, Wackelbilder & Co. Lange schon gehört der Lentikulardruck zu den bekanntesten Möglichkeiten um Printprodukten aus der zweiten in die dritte Dimension zu helfen. Welche faszinierende Effekte möglich sind, wie diese funktionieren, wie sie produziert werden und was man bei der Datenerstellung beachten muss siehst du hier: weiter

Welche faszinierende Effekte möglich sind, wie diese funktionieren, wie sie produziert werden und was man bei der Datenerstellung beachten muss siehst du hier:

Unter dem Begriff Lentikulardruck wird die Herstellung von Wackel-, Wechsel- oder Flipeffekten, Motion-, Morphing- oder 3D-Effekten auf Druckprodukten verstanden. Diese besondere Art der Veredelung durch aufgebrachte stabförmige Linsen, erzeugt einen je nach Betrachtungswinkel anderen Sinneseindruck beim Betrachter, da gewisse Bildinformationen durchgelassen und andere herausfiltert werden. Lentikular bedeutet linsenförmig und ist eine kombinierte Bildinformation. Das heißt die Bilder werden digital in hauchfeine Streifen („interlaced“) zerlegt, versetzt im Wechsel nebeneinander angeordnet und hinter eine Lentikular-/Linsenrasterfolie geklebt.

In den folgenden Bildern wird von verschiedenen Blickwinkeln aus das jeweilig passende Linsensystem betrachtet. Den Lentikulareffekt 3D zum Beispiel kann das menschliche Auge nur über eine vertikale und das Wackelbild nur über eine horiontale Linsenführung wahrnehmen.

 

Die folgende Auflistung gibt Auskunft, welche Effekte am Markt produziert werden können:

Flip/Wackel-/Wechselbild:
Durch Bewegen des Drucks bzw. durch das Vorübergehen an einem Plakat oder Display „kippen“ zwischen zwei und vier (bei vertikaler Linse drei) Motive klar getrennt zum jeweils nächsten und sind so abwechselnd sichtbar. Besonders gut geeignet ist der Flip, um „Vorher-Nachher“-Effekte darzustellen.

Lentikular

Animation:
Animationen werden wie ein Daumenkino zwar aus einzelnen Teilbildern zusammengesetzt, die jedoch aufgrund der Leistung des menschlichen Gehirns logisch ergänzt werden, so dass ein filmähnlicher Eindruck entsteht.

Lentikular

Zoom:
Objekt wird vergrößert und verkleinert (nähert oder entfernt sich)

Morphing:Lentikular

Hier werden einige Bilder so miteinander verflochten, dass sich bei Veränderung des Blickwinkels ein Motiv über mehrere Zwischenschritte flüssig in ein anderes verwandelt. 


3D Bild: 
Aus Bildern mit einzelnen Tiefenebenen oder dreidimensionalen Objektaufnahmen ein dreidimensionales Bild erschaffen.

Lentikular

Fly-Eye Effekt/360°-Spezial 3D: 
Fly-Eye Linsen sind in die Folie eingearbeitete, kugelförmige oder hexagonförmige Linsen, wie im Facettenauge einer Fliege. Durch diese Linsenanordnung ist es möglich, Objekte frei über einem strukturierten Hintergrund „fliegen“ zu lassen und auf diesem Wege ein 360° 3D-Effekt zu realisieren.

Lentikular

Real-3D + Fly-Eye:
Die bisher flachen Objekte werden noch über einen dem Motiv entsprechenden dreidimensionalen Körper gelegt. Dadurch wird nicht nur eine bestimmte Raumtiefe erreicht, vielmehr wird das Objekt an sich plastisch.

Lentikular

Interesse an eigene Lentikularprodukten?

Alle Effekte, wie die Daten zur Erstellung eines Lentikulareffektdrucks aufbereitet werden müssen und was bei der Motivwahl beachtet werden soll, steht in folgendem PDF: Lentikular.pdf

Oktober 2015 ALLES SO SCHÖN BUNT HIER Kolumne "Printeinkauf" //Von Denis Schmidt, Geschäftsführer der Druck und Werte GmbH Kleine Ursache, potenziell große Wirkung und im Tagesgeschäft leider zu oft übersehen: Kalibriert eure Monitore! weiter

Kleine Ursache, potenziell große Wirkung und im Tagesgeschäft leider zu oft übersehen: Kalibriert eure Monitore!
 
Es kommt in den besten Familien – sogar bei uns – vor, dass mal irgendetwas partout nicht hinhaut. Dass wie kürzlich zum Beispiel unser durchaus erfahrener Printmanager einfach nicht versteht, wieso der Kunde nach einigen Nachbesserungen immer noch nicht zufrieden ist. Die Farben stimmen nicht, sagt er. Kann doch nicht sein! Kann wohl. Und der Fehler lag auch bei uns. Genau genommen: stand bei uns. Der Monitor des Mitarbeiters war nicht korrekt kalibriert. Kleine Ursache, ziemlich viel Stress. Und im Zweifelsfall kann solch eine Unachtsamkeit auch noch eine Menge Geld kosten. 

Die reine Lehre beim Drucken ist einfach: Bevor die Maschinen für einen Auftrag anlaufen, wird ein farbechter Prüfdruck, der Proof, erstellt. Der Kunde bekommt so einen verlässlichen Eindruck von den tatsächlich beim Druck angelegten Farben, gibt bei Zufriedenheit den Proof frei und es kann losgehen. Die Realität sieht natürlich ganz anders aus. Das fängt beim Proof selbst an. Den sollte man sich unter optimalen Lichtbedingungen anschauen, also auf einem korrekt vorgewärmten Lichttisch. Ganz ehrlich: wir haben keinen mehr im Büro stehen. Und unsere Kunden in der Regel auch nicht. Der Standard ist inzwischen ein Digitalproof, der nur auf dem Monitor begutachtet wird. Das ist ein bisschen billiger, vor allem aber deutlich zeiteffektiver. Und Zeit ist gerade in unserem Geschäft oft eine Ressource, bei der niemand etwas zu verschenken hat. Weil die Deadlines der einzelnen Arbeitsschritte vom Grafiker bis zum Drucker immer näher zusammenrücken, weil der ideal getimete Workflow einer Printproduktion eher die Ausnahme als die Regel ist. Digital ist nicht unbedingt besser, aber auf jeden Fall schneller. Erkauft wird der Effektivitätsgewinn jedoch mit gewissen Risiken. Das Farbmanagement ist dabei eines der größten. Aber eines, das sich mit vertretbarem Aufwand stark reduzieren lässt. 

Das fängt selbstverständlich beim Grundwissen um die Farbenlehre im Druck an, auch wenn gerade in der Printvorstufe viele vorstandardisierte Profileinstellungen die Arbeit drastisch erleichtern. Hat man allerdings mit Printbuyern zu tun, die den Unterschied zwischen RGB und CMYK nicht kennen (und das hat man im Printbuying-Geschäft früher oder später auf jeden Fall), wird sogar das schwierig. Solches Grundlagenwissen zum Beispiel um Farbmanagement ist denn auch wichtiger Bestandteil der Basiskurse im Druck und Werte Campus. In unserem Produktionsprozess gibt es mehrere Arbeitsstufen, die gerade der Farbtreue große Aufmerksamkeit widmen: Ein Vier-Augen-Prinzip minimiert das Risiko individueller Fehleinschätzungen, alle Produkte werden außer auf dem persönlichen Arbeitsplatz immer noch einmal unter vergleichsweise idealisierten Bedingungen auf einem Hardware-kalibrierbaren Monitor begutachtet. Und schließlich gibt es den abschließenden Kontrollblick unserer Druckpartner, auf deren Erfahrung und Professionalität wir natürlich ebenfalls setzen können. 

All das gerät indes schon am Anfang ins Stocken, falls eben die verwendeten Monitore nicht zeigen, was sie sollen. Deren Möglichkeiten auszuloten ist keine Hexerei, eine Kalibrierung dauert vielleicht fünf Minuten. Das Werkzeug dazu ist ab hundert Euro zu haben, eine Investition, die sich schon sehr früh wieder amortisiert. Und unter uns: Auf Kundenanfrage kommen wir nach Möglichkeit sogar vorbei und übernehmen das. Denn es hilft ja auch uns, wenn jeder Computermonitor auf dem „unsere“ Produkte erstellt werden, so nah wie möglich an den gleichen Standard herangeführt wird, den wir selbst anstreben. Damit es gar nicht erst zu Unstimmigkeiten kommt. 

DS

Mai 2016 Der Weg zur Medaille „TISCHTENNISFIRMEN-CUP 2016“, Leipzig, Sporthalle Leplaystrasse. Die 2 Teams von Druck und Werte haben am Sonntag beim 6. Tischtennisfirmen-Cup ihre Vorjahresresultate deutlich verbessert... weiter

Die 2 Teams von Druck und Werte haben am Sonntag beim 6. Tischtennisfirmen-Cup ihre Vorjahresresultate deutlich verbessert! Herzlichen Glückwunsch Team Richter/Erler für den fulminanten 9. Platz in der Top 10 aller Firmenteams!! Glückwunsch auch an Team Hintzen/Melzer für den 1. Platz in Gruppe 4!!

 

Eindrücke zum Turnier gibts hier:

https://www.facebook.com/media/set/?set=a.1026221404094087.1073741849.191216460927923&type=1&l=4fae6b6a36 

Juni 2016 ‪#‎Drupa2016‬-Rückblick Druck und Werte on tour! Drupa day! Ganz unter dem Motto: ‪#‎OffsetVsDigital‬ #‎OffsetVsDigital‬: Eine ganze Halle für HP?! Das hatte sonst nur Heidelberg zu bieten... weiter

#‎OffsetVsDigital‬: Eine ganze Halle für HP?! Das hatte sonst nur Heidelberg zu bieten. Auf der Drupa 2016 war der Vormarsch des Digitaldrucks deutlich zu sehen. 5 (mit Landa 6) der 10 größten Drupa-Aussteller 2016 waren Digitaldruckanbieter (http://www.print.de/…/Die-zehn-groessten-Drupa-…/(offset)/9…).

 

Hier ein bildhafter Abriss der Drupa2016: 

Fotoalbum zur Drupa 2016

 

Und ein paar "closer looks":

1 Plakat viele Motive
HP mit Show-Effekt!
Laserveredelungen
Januar 2017 Inkjet 3B-Maschinen als Offset-Alternative?! "Zur Drupa 2016 wurde – als Alternative für die Offsetdrucker – eine größere Zahl von Inkjet-Druckmaschinen in 106 cm Druckbreite erwartet..." Kurt K. Wolf/print.de Ob die Erwartungen erfüllt oder gar übertroffen wurden, lässt sich unteranderem hier nachlesen...
weiter

Zur diesjährigen Drupa hätte das Motto Offset vs. Digital auch ganz gut gepasst. Eine ganze Halle für HP?! Das hatte sonst nur Heidelberg zu bieten. Auf der Drupa 2016 war der Vormarsch des Digitaldrucks deutlich zu sehen. 5 (mit Landa 6) der 10 größten Drupa-Aussteller 2016 waren Digitaldruckanbieter.

 

Auch traditionelle Offsetdruckmaschinenproduzenten legten ihren Fokus auf ihre neuen Digitaldruck-Kooperationen! Entsprechend Zur wurde – als Alternative für die Offsetdrucker – eine größere Zahl von Inkjet-Druckmaschinen in 106 cm Druckbreite erwartet. Ob die Erwartungen erfüllt oder gar übertroffen wurden, lässt sich unteranderem hier nachlesen: link

Juni 2017 Innovative Produkte von Druck und Werte VR-Brillen, Großflächen-Adhäsionsplakate, Individuelle Getränkedose, Video-Card, Spray- und Glitzertattoo... Als kompetenter Printpartner versorgen wir Dich und unsere anderen Kunden mit innovativen Produktideen, Marketingstools und Gimmicks. weiter

Als kompetenter Printpartner versorgen wir Dich und unsere anderen Kunden mit innovativen Produktideen, Marketingstools und Gimmicks. Einige ausgewählte Produkte wollen wir Dir heute hier präsentieren:

 

- VR-Brillen
- Großflächen-Adhäsionsplakate
- Individuelle Getränkedose
- Video-Card
- Spray- und Glitzertattoo

 

>>> Mehr Info: link.

Juni 2017 MYSTERIUM DRUCKPREIS?! Kolumne "Printeinkauf" // Denis Schmidt, Geschäftsführer der Druck und Werte GmbH Kalkulationen für Printprodukte sind oft enorm komplex und erfordern viel Grundlagenwissen. Welche Faktoren den Druckpreis beeinflussen und wie sie angepasst werden können, erklärt Denis Schmidt. weiter

Kalkulationen für Printprodukte sind oft enorm komplex und erfordern viel Grundlagenwissen. Welche Faktoren den Druckpreis beeinflussen und wie sie angepasst werden können, erklärt Denis Schmidt.

 

Niemand möchte mehr zahlen als nötig, klar! Allerdings ist es gerade in der Druckbranche gar nicht so einfach, zu wissen, was „so viel wie nötig“ eigentlich bedeutet. Denn für ein und dieselbe Druckanfrage bekommt man nicht selten von fünf verschiedenen Druckereien acht verschiedene Preise auf den Schreibtisch. Einfach zum Billigsten zu greifen ist nicht die Lösung. Es gilt, das richtige Angebot auszuwählen. Jenes also, das dem eigentlichen Auftrag am Besten entspricht und genau dafür den besten Preis macht. 


Das passende Angebot identifizieren

Der Druckpreis und die mitunter großen Unterschiede für vermeintlich ähnliche Angebote wirken oft mysteriös. Die Folge: Der Kunde ist verunsichert, hat im schlimmsten Fall sogar das Gefühl, er solle über den Tisch gezogen werden. Dabei lassen sich solche Unterschiede meist gut erklären. Dazu braucht es allerdings ein fundiertes Wissen darüber, wie der Druckpreis entsteht, was die Grundlagen seiner Kalkulation sind, welchen Einflüssen er sowohl im Großen und Ganzen als auch im konkreten Einzelfall unterliegt. 

Kaum zu beeinflussen sind Faktoren wie Energiekosten. Etliche andere hingegen schon: Papierauswahl, Druckverfahren, das Wechselspiel von verfügbarem Maschinenpark und dafür benötigtem Personal, Art und Umfang der Weiterverarbeitung sowie die Terminierung des Auftrags sind einige wesentliche Eckpunkte für die Entstehung eines Druckpreises. 

Den größten Posten – in der Regel immerhin ungefähr die Hälfte des Gesamtpreises – macht dabei die Wahl des Papiers aus. Den Vorstellungen des Auftraggebers steht eine Unmenge an potenziellen Papieren verschiedenster Anmutung, Qualität und Beliebtheit gegenüber. Die Faustregel „bessere Qualität entspricht einem höheren Preis“ stimmt zwar. Aber vielleicht hat eine bestimmte Druckerei gerade ein bestimmtes Papier auf Lager oder besonders günstig eingekauft, weil es in größerer Menge verwendet wird. Großen Einfluss auf die Kalkulation hat selbstverständlich das Druckverfahren. Nicht immer ist zum Beispiel von vornherein schon klar, ob klassisch im Bogenoffset oder vielleicht doch besser digital gedruckt werden sollte. Hier ergeben sich sehr unterschiedliche Kosten für den Druck selbst, die Nebenkosten für die benötigten Druckplatten oder die nötigen Farbwechsel. 

Auch die Maschinenparks der Druckereien und die Liefertermine beeinflussen den Preis

Jede Druckerei ist in gewisser Weise spezialisiert, hat ihren Maschinenpark für bestimmte Anforderungen optimiert. Das hat nicht nur Auswirkungen auf die Qualität, sondern auch auf den Preis. Ist die Abwicklung eines Auftrags über verschiedene Maschinen möglich, ergeben sich verschiedene Kalkulationen. Hier spielen dann Druckgeschwindigkeit, benötigtes Personal, Anschaffungspreis und betriebswirtschaftliche Abschreibung eine Rolle. Was und wie nach dem eigentlichen Druck gefalzt, veredelt, verpackt und transportiert werden soll, sind ebenfalls wichtige Faktoren. Und wer auf fixe Liefertermine verzichten kann, profitiert vielleicht sogar von anderen ähnlichen Aufträgen einer Druckerei, die dann den Druckbogen effektiver nutzen kann. Oder es gibt Auslastungslücken, die den Preis drücken. 

Ist der Preis berechtigt?

All das berücksichtigt ein guter Druckpartner, wenn er ein optimales Angebot abgibt. Wir sehen jedoch sehr oft, dass auf Kundenseite ein gewisses Misstrauen herrscht, weil man die Plausibilität eines Angebots nicht einschätzen kann. Weil man nicht beurteilen kann, ob der Preis seine Berechtigung für das gewünschte Produkt hat. Unsichere Kunden aber sind häufig unzufriedene Kunden. Für uns ist das keine Option. Deshalb raten wir jedem, der regelmäßig mit dem Einkauf von Printprodukten beschäftigt ist, sich ausführlicher mit der Materie zu beschäftigen – oder sich wenigstens einen Tag für eine Grundlagenschulung Zeit zu nehmen. Dazu gibt es eine Reihe unterschiedlicher Angebote, die auf verschiedene Bedürfnisse zugeschnitten sind und von den jeweiligen Erfahrungen der Anbieter profitieren. Wir unterhalten dafür zum Beispiel unser Druck und Werte Campus-Programm. 

Praktisch orientiertes Know-how lässt sich schon in einem Tagesworkshop effektiv vermitteln. Das „Mysterium Druckpreis“ löst sich auf. 

DS

August 2017 Der Flyer der stinkt! ...und das ist auch gut so! Für den österreichischne Gasanbieter EVN wurde ein Flyer mit ganz speziellem Duftlack produziert... weiter

Für den österreichischne Gasanbieter EVN wurde ein Folder mit ganz speziellem Duftlack produziert. Um die Kunden der EVN mit dem stechenden, beißenden Geruch von Erdgas vertraut zu machen, wurde ein Informationsfaltblatt st mit einer ganz besonderen Funktion ausgestattet: einem individuellen Duftlack, welcher den "Gaswarnduft" imitiert.

 

gas1.jpg

 

Dass die Nase "mitsieht" weiß auch Schubert International aus Utting. Der Spezialist für Duftlacke und Duftfarben vertriebt seine Produkte in  Duftrichtungen wie Flieder, Freesie, Frühlingswiese, Heublume, Holunder, Hyazinthe, Iris oder auch Jasmin. Ebenso werden unterschiedliche Duftnuancen von Früchten & Gemüsen, Hölzern, Gewürzen & Kräutern angeboten. Aber auch so exotische Düfte wie: Fisch, Neuwagen, Tabak, Babylotion, Gartenerde gehören zum Repertoire.

 

Welches Ziel auch mit der Veredelungstechnik der Duftlackierung verfolgt wird, einen bleiben Eindruck hinterlässt ein solches Printprodukt auf jeden Fall. Wie die Technik hinter der Veredelungmöglichkeit funktioniert, was beim Einsatz zu beachten ist und welche Einsatzmöglichkeiten es gibt etc. bringen wir Ihnen gerne in einem individuellen Halbtagesworkshop näher. Am besten gleich als VorOrt-Workshop direkt bei Ihnen oder gemeinsam mit Ihnen bei Ihrem Endkunden? Interesse? Hier gibts einige Infos und Referenzen: Druck und Werte Campus oder Sie schreiben uns direkt: Campus Kontakt.

 

Text-/ Bildquelle:

https://www.stainer.co.at/gaswarnduft/

http://www.schubert-international.com/index.html

 

 

 

 

August 2017 Wie erreiche ich meine potenziellen Kunden? Ein Tag im Leben eines x-beliebigen John Does - vielleicht Ihr (potenziellter) Kunde? 6:00 Uhr: Der Wecker klingelt, neben ihm liegt die aktuelle Einschlaflektüre von gestern Abend... weiter

 

6:00 Uhr

Der Wecker klingelt, neben ihm liegt die aktuelle Einschlaflektüre von gestern Abend. FYI: Mit einem Umsatz von 3,6 Mio. Euro (2015) gehören gedruckte Bücher zu den Top drei der im Internet gekauften Artikel.

 

6:30 Uhr

Duschen, Kaffee kochen, Frühstücken. FYI: Duschgel, Schampoo, gemahlener Kaffee, Milch, Zucker, Frühstücksflocken, O-Saft... die Welt der bedruckten Verpackungen ist riesig. Bereits hier lässt sich Kundenaufmerksamkeit und -interaktion generieren (Sammelsticker in den Frühstücksflocken, Gewinnspiel auf der O-Saftflasche für Freikarten für den nächsten Kinoblockbuster...)

 

...weiter gehts mit der Tageszeitung zum letzten Schluck Kaffee, der OOH-Werbung im ÖPNV (FYI: Am Ende der Kampagne „Außenwerbung trifft jeden“ des FAW Fachverband Außenwerbung konnten sich 45 Prozent der Befragten an die Werbung erinnern, 71 Prozent erkannten sie wieder), den Aktionsbeuteln beim Bäcker bei dem man sich sein 2. Frühstück organisert und so weiter und so fort.

 

Bis das der Tag zuende geht und man wieder seine Einschlaflektüre in der Hand hat, gibt es unzählige Kontaktpunkte mit Printprodukten der unterschiedlichsten Art. Das bringt uns zu der Frage: Wo ergeben sich wertvolle Kontaktpunkte um meine Kunden zu erreichen? Wie erhalte ich die nötige Aufmerksamkeit? Was muss man bei einer solchen Kampagne beachten, was muss der Grafiker wissen, was muss ich von meinem Print-Lieferanten verlangen?...

Antworten auf diese Fragen erläutern wir Ihnen gerne in einem unserer Campus-Workshops.

 

Wo einem so über den Tag die Printprodukte ncoh so über den Weg laufen kann man hier nachlesen:

https://goo.gl/Z36M25 - Übrigens: In diesem Text werden 61 verschiedene Printprodukte erwähnt.

 

Quelle: print.de

September 2017 NEXT BIG THINGS?! Zukunftstrends in der Druckindustrie? Wohin geht die Reise? Die Kollegen aus Österreich (Verband Druck & Medientechnik) haben sich umgehört und sie können schon vorweg sagen: "Auch in Zukunft bleibt es spannend. Einige ausgewählte Trends stellen wir Ihnen hier vor... weiter

Die Kollegen aus Österreich (Verband Druck & Medientechnik) haben sich umgehört und sie können schon vorweg sagen:

"Auch in Zukunft bleibt es spannend. Einige ausgewählte Trends stellen wir Ihnen hier vor.


Wohndekorationsmarkt „The next big thing“ für Drucker

Der Wohndekorationsmarkt, weltweit auf 664 Billionen Dollar geschätzt, wächst und bietet Druckereien immer mehr Möglichkeiten. Wenige Menschen können sich einen Wohnungsdekorateur leisten. Immer mehr lassen jedoch ihre eigene Kreativität spielen und designen ihre Wohnungseinrichtung selbst. Es geht um Lifestyle, um Wohlfühlen, um Einzigartigkeit. Das Sofa kann eine neue Verkleidung bekommen oder die Vase einen neuen Look. Auch 3D-Druck ist in dem Zusammenhang interessant. Die Technologie gibt es bereits: Mit dem UV-Flachbett-Tintenstrahldrucker kann jedes Material bedruckt werden.


Nicht bedruckbar? Gibt’s nicht!

Wie auch der Markt der Wohndekoration zeigt: Druck ist mehr als Druck auf Papier. Individuell bedruckte Fliesenböden, künstlerische Tapeten, Teppiche mit individueller Farbanordnung, Druck auf dem Sockel der Lieblingslampe, und und und …. Heutzutage ist nahezu jedes Material wie Keramik, Glas, Textilien, Metalle, Holz oder auch Kunststoff bedruckbar. So entstehen in jedem erdenklichen Bereich vielfältige und neue Ideen: Vom bedruckten einzigartigen Fußball oder Ski bis hin zu Skulpturen aus dem 3D-Drucker oder Möbel, deren Holzmaserung dem Drucker entspringt.

 

Transaktive Print – Print und Mobile in einem

Der Trend „Transactive Print“ meint die Interaktion zwischen Print und mobilen Anwendungen. Das Druckergebnis wird dadurch aufgewertet. Beispiele: H&M setzt auf QR-Codes in Kleidungsstücken, sodass das Kleidungsstück der Freundin gleich gescannt werden kann. BMW hat ein Printinserat mit NFC-Tag geschaltet; man kann sein Handy auf eine vorgezeichnete Fläche im Inserat legen und sieht dem Auto zu, wie es mit Parksensoren einparkt. C&A lässt mit gedruckten Inseraten samt integrierten Facebook-Like-Buttons von den Lesern eines Modemagazins die beliebtesten Outfits wählen.

 

Individuelle Papierverpackung statt brauner Pappkarton

Verpackung wird immer mehr Teil eines Produktes. So setzt der Onlineversandhandel anstatt auf einfache braune Pappkartons auf hochwertige, personalisierte Verpackungen. Diese lösen positive Emotionen aus und binden den Empfänger psychologisch an das Paket. Es zeigt sich: Kunden schicken ein derartiges Paket seltener zurück. Unternehmen haben erkannt, dass ein Paket die Visitenkarte des Online-Shops ist und die Produkt- und Unternehmenswahrnehmung immens beeinflusst. Es ist ein zusätzlicher Kanal für Branding, Bestandskundenmarketing und persönliche Beratung.

 

Veredelung ist Mehrwert bzw. mehr wert

Ob Stanzen, Prägen, Lasern, Gravieren, Lack oder Folie – Druckereien sollten die Vielfalt der Veredelung unter einem Dach abdecken. Das kann vom Verschweißen von Kunststoff über eine digitale 3D-Lackierung bis hin zur Bebilderung von außergewöhnlichen Bedruckstoffen gehen. Bei der Veredelung sind drei Punkte relevant: Erstes ist Fachkenntnis gefragt, weil viele technische Details berücksichtigt werden müssen. Zweitens gilt: Weniger ist oft mehr. Die Veredelung muss einen Wow-Effekt erzeugen und multisensual sein. Drittens muss sie dem Kunden immer einen zusätzlichen Nutzen über den reinen Druck hinaus bringen.

 

Inkjet reloaded

Seit 2010 wurden Drucksysteme mit mehr als einer Million Injekt-Düsen genutzt, Trend steigend. Inkjet-Rollendrucksysteme sind sehr flexibel im Farbangebot und bieten eine deutlich verbesserte Qualität. Gegenüber dem Offsetdruck entfällt technologiebedingt die Plattenherstellung, das heißt die Produktionskosten sind geringer. Pluspunkte des Injektdrucks: Große Endformate, Schnelligkeit, umweltfreundliches Drucken (Farben basieren auf Wasser), Anwendung neu entwickelter Tinten aus dem Nanopartikel-Bereich und Erzielen gleichmäßiger Tröpfchengrößen auch bei hohen Geschwindigkeiten.


Qualität schlägt Quantität

Lieblose Massenware wird nicht beachtet. Druckprodukte müssen ansprechen, hochwertig sein und überzeugen. Die Kunden, vor allem im B2B-Bereich, werden immer anspruchsvoller und wünschen sich einen Geschäftspartner, der ihre Wünsche umsetzen kann. Die Aufgabe der Druckereien besteht daher in einer kompetenten und umfassenden Beratung. Dazu zählen persönlicher Service, Wissensvermittlung, Projektbegleitung und Produktentwicklung. Die Kunden erwarten eine Begleitung während des gesamten Prozesses – von der Idee über die Umsetzung bis zur Logistik – und eine hochwertige Realisierung ihrer persönlichen Ideen.


Push-to-stop: Autonomes Drucken

Heutzutage heißt es „Push-to-stop“: Der Druckmaschinen-Bediener unterbricht den Prozess, wenn es notwendig ist, da der Druckprozess vollautomatisch abläuft. Ein Beispiel ist eine automatisierte Fortdruck-Kontrolle zur Qualitätssicherung, die während der Produktion mitläuft. Die Workflowoptimierung spielt in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle: Kundendaten gelangen im Blitztempo in die Druckmaschine. Die Frage lautet: Wie müssen Prozesse gestaltet sein, dass die Produktion mit wenigen Bedieneingriffen erfolgen kann (Stichwort Workflow, Internet der Dinge, Industrie 4.0).


Personalisierung und Individualisierung

Ein Trend, der sich immer stärker beobachten lässt: Personalisierung und Individualisierung. Dabei handelt es sich nicht um Serienbrieffunktionen oder korrekte Ansprachen in bspw. Flugblättern. Es geht vielmehr um die persönliche Ansprache aufgrund einer umfassenden Datenanalyse: Die Daten der Kunden werden über externe Unternehmen gesammelt, fließen in die Analyse und weiters in die Contenterstellung ein. Damit kann sich eine Druckerei noch besser auf den jeweiligen Kunden bzw. dessen Vorlieben fokussieren. Das Resümee: individuelle Cover, angepasste Artikel und kundenbezogene Produktpräsentationen.


Nanographie: Durchbruch in der Druckbranche

Das Besondere an dem Druckverfahren „Nanographie“ sind die auf Nanopartikel basierenden Pigmente, die den Kern der Druckfarbe bilden. Farbpigmente werden im Nanobereich ungewöhnlich intensiv, sodass man letztendlich mit weniger Farbmenge mehr Wirkung erzielen kann. Die Schichtdicke im Nanoverfahren beträgt nur rund 500 Nanometer. In der Praxis heißt das: Keine hohen Ausgaben mehr für Toner oder Tinte. Die Nanographie soll die Vorteile des Offsetdruckverfahrens (geringe Kosten bei hohen Auflagen) mit denen des Digitaldruckverfahrens (geringe Rüstkosten) verbinden.


Haptik: Produkte zum Angreifen

Ein Boom ist (wieder oder noch immer) die Haptik. Menschen wollen etwas in ihren Händen halten, es fühlen. Ein gedrucktes Werk bedient unseren visuellen Sinn, unseren Tastsinn und unseren Geruchssinn. Das können E-Mails nicht bieten. Auch der bekannte Zukunftsforscher Matthias Horx hat beim Druck- & Medienkongress 2017 präsentiert, dass die jungen digital Natives, die bereits mit Smartphone & Co aufgewachsen sind, in den nächsten Jahren ihre Lust auf Facebook & Co deutlich reduzieren und durchaus auch wieder Bücher lesen werden. Der Verkauf von E-Books blieb unter den Erwartungen von Experten.


LED-UV-Technologie: großes Potenzial für Druckindustrie

Mittels der LED-Technologie können LED-Farben, -Lacke, -Silikone und -Kleber durch UV-Licht in Sekundenbruchteilen gehärtet werden. Weitere Vorteile: LEDs sind umweltfreundlich, energiesparend und sofort einsatzbereit. Zudem geben die LED-Module nur wenig Wärme an das Substrat ab. Dadurch können auch wärmeempfindliche Substrate mit hoher Qualität verarbeitet werden. Die kompakten LED-Module haben eine besonders hohe Lebensdauer und können je nachdem, wo Licht auf dem Substrat benötigt wird, auch in Zonen angesteuert werden."

Quelle: http://druckwunder.at/2017/06/06/branchentrends/

Oktober 2017 BIG BIGGER PRINT Druckmarkt ein Big Business: der globale Jahresumsatz aller Druckdienstleister beläuft sich auf 700 Mrd. Euro! Druckereikonzerne, Druckverbunde und Onlinedruckereien dominieren den deutschen Druckmarkt. weiter

 

"Druckprodukte begegnen uns überall. Wir benützen Verpackungen, lesen Magazine oder Gebrauchsanweisungen, stöbern in Katalogen und Prospekten oder freuen uns an Fotobüchern. In den Wohnungen haben wir bedruckte Tapeten, Fußböden oder Keramikfliesen. Und selbst die Tastaturen unserer Computer oder unsere Smart Phones sind bedruckt. Kein Wunder, dass der Druckmarkt ein Big Business ist: der globale Jahresumsatz aller Druckdienstleister beläuft sich auf 700 Mrd. Euro und übertrifft damit sogar die Automobilindustrie (500 Mrd. Euro).

 

Der Druckmarkt umfasst alle Unternehmen und Prozesse innerhalb der Printproduktion. In erster Linie werden Papier, Karton, Wellpappe und Kunststoffe bedruckt. Immer häufiger werden aber auch Metalle, Holz und viele andere Materialien durch Druckmaschinen beschichtet. Klassischerweise wird der Druck in die Bereiche Publikationsdruck (Commercial Printing), Verpackungsdruck & Etikettenproduktion (Packaging Printing) und Industrieller Druck (Industrial Printing) unterteilt.

Im Publikationsdruck werden diejenigen Printprodukte hergestellt, deren primäre Funktion in der Verbreitung von Informationen, also Texten und Grafiken, besteht. Zu der Untergruppe der Akzidenzdrucke zählt man Kataloge, Direct Mailings, Flyer, Geschäftsberichte, Geschäftsausstattungen und Displays. Zum Verlagsdruck werden Zeitungen, Zeitschriften und Bücher hinzu gerechnet.

Unter den Verpackungsdruck subsumiert man Faltschachteln, Wellpappenprodukte, flexible Verpackungen, Folien, Laminate, Etiketten und bedruckte Blechdosen.

Dem Industriellen Druck ordnet man den Schilderdruck, das Large Format Printing und das Wide Format Printing sowie das Drucken auf starre Materialien wie PET, PVC, Keramik, Glas, Metalle und Holz zu. Zum Industrial Printing zählen auch der Sicherheits- und Wertpapierdruck, der Textildruck, der Dekordruck und der Körperdruck. Ein relativ neuer Bereich ist das Functional Printing. Hier werden meist dünne Folien mit funktionalen Farben bedruckt. Das Resultat sind superflache flexible Elektronikbauteile. Beispiele sind gedruckte OLEDs, gedruckte Batterien, RFID-Chips und organische Photovoltaik. Ein neues Marktsegment ist der 3D-Druck."

 

2021_Bildschirmfoto_2017-09-07_um_11.52.50.png

Struktur Druckproduktion/Druckindustrie


"Unter dem Dach von Bertelsmann wird die größte Druckereien-Gruppe Deutschlands betrieben: Die Bertelsmann Printing Group umfasst die früher bei der Dienstleistungstochter Arvato angesiedelten Unternehmen Mohn Media, GGP Media und Vogel Druck, die bisher unter Be Printers geführten Tiefdruckaktivitäten von Prinovis in Deutschland und Großbritannien sowie die Offset- und Digitaldruckereien von Be Printers in den USA. Insgesamt erzielt der Bertelsmann-Druckbereich ein Umsatzvolumen von 1,7 Mrd. Euro."
 

bpk-teaser-1600-900_gallery_list_popup_gt_1200_grid.jpg

Bertelsmann Konzernstruktur


"Noch etwas mehr Umsatz verbucht der ebenfalls in Deutschland aktive amerikanische Druckkonzern Cimpress mit 1,8 Mrd. Euro. Anders als Bertelsmann hat sich das Unternehmen auf den Online-Druck konzentriert. Cimpress produziert durch seine internationalen Tochterunternehmen wie etwa Tradeprint, Exaprint, Vistaprint, Albelli, Drukwerkdeal, Pixartprinting und Druck.at derzeit pro Jahr 46 Mio. verschiedene Printprodukte. 2015 hat Cimpress die deutsche Online-Druckerei "WirMachenDruck" zum Kaufpreis von 140 Mio. Euro erworben."

 

updatedgraphicprofessional.jpg

Cimpress Unternehmens- und Markenportfolio


"Der Umsatz der deutschen Druckbranche ist seit 2009 ungefähr auf dem gleichen Niveau geblieben. Hält man sich vor Augen, dass in diesen Jahren der Siegeszug der Smart Phones, Tablets und E-Books vonstatten ging, sieht man schnell, wie stark die Position des Drucks in der Gesamtkommunikation bleibt. Mehr noch: In jüngster Zeit wird deutlich, dass Printprodukte in einer zunehmend fragmentierten digitalen Medien- und Kommunikationswelt durch ihre spezifischen optischen und haptischen Eigenschaften ganz besonders punkten. Nicht umsonst druckt der Online-Händler Zalando 6,2 Mio. Zeitschriften im Jahr. Die großen Onlinedruckereien wie Flyeralarm, Saxoprint, WirMachenDruck, Unitedprint oder Onlineprinters haben als erstes verstanden, dass das Internet ein perfekter Verkaufskanal für Printprodukte ist. Inzwischen haben auch viele kleinere Unternehmen nachgezogen und bieten in offenen oder geschlossenen Portalen ihre Spezialitäten an. Man darf davon ausgehen, dass die Druckindustrie auch im Internetzeitalter eine positive Zukunft vor sich hat."

 

Quellennachweis:

 

Text:

-E-Dossier / Marktreport Druckindustrie / Daten und Fakten zum deutschen Druckmarkt / http://www.print.de / Deutscher Drucker Verlagsgesellschaft


Bild:

-http://www.print.de/News/Markt-Management/Grundlagenwissen-Struktur-der-Druckindustrie_9389

-https://www.bertelsmann.de/news-und-media/bildergalerien/galerie/jahresrueckblick-2016.jsp

-http://getfilings.com/sec-filings/160812/CIMPRESS-NV_10-K/

Januar 2018 CREATIVES | Zusätzliche Unit verstärkt unser Portfolio Creatives jetzt fester Bestandteil von Druck und Werte. Das wir schon immer etwas mehr als eine einfache Produktionsagentur (Print) waren, ist spätestens mit unseren Units Campus und Consulting klar geworden. Nun sind unsere Creatives auch ein fester Bestandteil von Druck und Werte. weiter

Das wir schon immer etwas mehr als eine einfache Produktionsagentur (Print) waren, ist spätestens mit unseren Units Campus und Consulting klar geworden. Nun sind unsere Creatives auch ein fester Bestandteil von Druck und Werte.

Hier unsere 4 Units im Überblick:
 
CREATIVES | Unsere Creatives sind spezialisiert auf Onlineadvertising, setzten kreative und grafische Akzente in jeder Umsetzung.
 
www.druckundwerte-creatives.de
 
WORXZ | Die optimale Umsetzung von Print-Marketingaktivitäten verantwortet die WORXZ-Unit. Printkampagnen, Produktentwicklung & /-innovation, Einkaufsmanagement werden mit unserem zertifizierten Lieferantenpool und unserer selbstentwickelten„SaaS-Lösung“ ZMÜK optimal umgesetzt.
 
www.druckundwerte.de
 
CAMPUS | Brücke zwischen unseren langjährigen Erfahrungen und den künftigen Herausforderungen unserer Kunden. Wir bieten hochwertigen Wissenstransfer von Marketing-Know-how und Wissen rund um Printmanagement, Onlinewerbung etc. in individuelle Workshops, Seminare, Weiterbildungsangeboten.
 
www.druckundwerte-campus.de
 
CONSULTING | Strukturiertes und prozessorientiertes Optimieren von Print-Einkaufsprozessen mit dem Fokus auf Ausschreibungsberatung und -begleitung, Einkaufsprozessanalyse & -optimierung sowie Marktbenchmark.

Juni 2018 GRASPAP® Aus Gras Papier herstellen? Fünf Millionen Pakete verschicken die Deutschen pro Tag. Die Kartons verschlingen Unmengen Holz, Wasser, Chemie und Energie. Neue Versandkartons aus Gras sollen den Öko-Fußabdruck minimieren. Aber funktioniert das wirklich? weiter

"Fünf Millionen Pakete verschicken die Deutschen pro Tag. Die Kartons verschlingen Unmengen Holz, Wasser, Chemie und Energie. Neue Versandkartons aus Gras sollen den Öko-Fußabdruck minimieren. Aber funktioniert das wirklich?" Das fragte sich Carolin Wahnbaeck, freie Journalistin für Umwelt- und Verbraucherthemen und die Redaktion von Utopia.

 

Hier ihre Antwort: https://utopia.de/ratgeber/graspapier-diese-kartons-bestehen-aus-gras/?utm_source=Interessenten&utm_campaign=285a0bf570-Newsletter_Mo_18KW23&utm_medium=email&utm_term=0_af58dac727-285a0bf570-261950425

 

Mehr Infos zum Rohstoff GRASPAP®, der Herstellung usw. findest du hier: http://www.graspapier.de/

 

Immer noch wissenshungrig, keine Lust zu lesen oder einfach noch viele Fragen offen? Antworten auf diese Fragen erläutern wir Ihnen gerne in einem unserer Campus-Workshops.

August 2018 Weiterbildungsmaßnahme für alle Mitarbeiter Umfassende Maßnahme zur Weiterbildung unsere Mitarbeiter startet. Mit einer umfassenden Weiterbildungsmaßnahme investieren wir in die Potenziale unserer Mitarbeiter, die Maßnahme wird gefördert vom Europäischer Sozialfond. weiter

Mit einer umfassenden Weiterbildungsmaßnahme investieren wir in die Potenziale unserer Mitarbeiter, die Maßnahme wird gefördert vom Europäischer Sozialfond:

 

ESF_EU_quer_2014-2020_rgb_rdax_87.jpg